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Eine Welt zu gewinnen – Formen und Folgen der 68er-Bewegung in Ost- und Westeuropa

In allen westlichen Ländern sind die 1960er Jahre Teil einer nationalen Erinnerungskultur geworden, inklusiv nationaler Helden und Symbole. Gerade die neue Forschungsliteratur stellt aber die Frage nach den globalen Hintergründen der verschiedenen Protestbewegungen, sowie deren gegenseitigen Transfers und Wechselwirkungen. Zudem gilt es auch die Erinnerungen in den Ländern Osteuropas in die Interpretationen von „68“ zu integrieren, gerade weil dort wegen des gewaltsamen Endes des „Prager Frühlings“ Abschied von der Illusion einer Reformfähigkeit des Staatssozialismus sowjetischer Prägung genommen wurde.

Der soeben erschienene Sammelband enthält Beiträge über die Art und Weise, wie die Eliten in Ost und West den Modernisierungsutopien aus Kreisen der Künstler und Studenten begegneten. Daneben wird die Rolle der Medien für die Beurteilung und die Etablierung des Protestes analysiert, werden die Wechselwirkungen zwischen friedsamem Protest, militanter Gewalt und Obrigkeit unter die Lupe genommen, und werden die Zusammenhänge von Generationskonflikt, Wertewandel und Erinnerungskultur thematisiert.

Hanco Jürgens, Jacco Pekelder, Falk Bretschneider und Klaus Bachmann (Hg.):
{{Eine Welt zu gewinnen – Formen und Folgen der 68er-Bewegung in Ost- und Westeuropa}}
Leipziger Universitätsverlag 2009

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