Der Dissertationspreis "Michael Werner"

Mit dem Dissertationspreis würdigt das CIERA eine herausragende Doktorarbeit unter den akademischen Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit dem deutschsprachigen Raum.

Der Dissertationspreis „Michael Werner“ wird alle zwei Jahre vom CIERA verliehen. In Betracht kommen Dissertationen aus allen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften, die einen Bezug zum deutschsprachigen Raum aufweisen und in französischer Sprache verfasst wurden.

Der Preis besteht in der Veröffentlichung der preisgekrönten Dissertation in der CIERA-Buchreihe Dialogiques innerhalb der vom Verlag der Maison des sciences de l’homme verlegten „Bibliothèque allemande“. Die Kosten für Satz, Publikation und Werbung werden in vollem Umfang vom Verlag und dem CIERA getragen. Das CIERA betreut ebenfalls die Autorin oder den Autor in allen Phasen der editorischen Bearbeitung und Umwandlung der Doktorarbeit in ein publikationsreifes Buch.

Der Dissertationspreis „Michael Werner“ ist mit jeder anderen Auszeichnung, die eine Publikation der Doktorarbeit vorsieht, nicht vereinbar – bei Annahme einer solchen Auszeichnung muss die Bewerbung beim CIERA zurückgezogen werden.

Die Preisträgerin bzw. der Preisträger verpflichtet sich, die Umwandlung der Dissertation in ein Buch innerhalb eines angemessenen Zeitraums durchzuführen.

Preisträgerin des Dissertationspreises „Michael Werner“ 2021

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Gwendoline Cicottini

2021 wurde der Dissertationspreis „Michael Werner“ an Gwendoline Cicottini, Doktorin der Geschichtswissenschaften an den Universitäten Aix-Marseille und Tübingen, verliehen. Ihre Doktorarbeit „Relations interdites, enfants oubliés?: Les relations entre femmes allemandes et prisonniers de guerre français pendant la Seconde Guerre mondiale“ („Verbotener Umgang, vergessene Kinder: Beziehungen deutscher Frauen zu französischen Kriegsgefangenen während des Zweiten Weltkriegs“) entstand unter der Leitung von Isabelle Renaudet und Johannes Großmann.

 

 

 

Vorhergehende Preisträgerinnen und Preisträger

2019 Hadrien Clouet für seine Dissertation: Aux guichets du temps partiel. Transactions temporelles dans le service public d'emploi allemand et français

2017 Martin Baloge für seine Dissertation: Démêler l’écheveau de la représentation politique. L’impôt sur la fortune à l’Assemblée nationale et au Bundestag

2013 Karim Fertikh für seine Dissertation: Le congrès de Bad Godesberg : contribution à une socio-histoire des programmes politiques

2011 Ayse Yuva für ihre Dissertation: L’efficace de la philosophie en temps de révolution : principes de gouvernement, enseignement, opinion publique en France et en Allemagne (1794-1815)

Blogs

Der Forschergemeinschaft stehen mehrere Blogs zur Verfügung, die vom CIERA betreut werden und auf der Online-Plattform hypotheses.org beherbergt sind.

Les carnets de recherche du CIERA

Das Blog Les Carnets de recherche du CIERA umfasst Berichte und Aufsätze, die aus den diversen mit Unterstützung des CIERA organisierten Veranstaltungen hervorgegangen sind: Ausbildungs- und Forschungsprogramme, Juniorkolloquien, Studientage usw.

Die Rubrik „Les carnets de voyage des jeunes chercheurs“ enthält Berichte von Mitgliedern, die an einer deutsch-französischen Veranstaltung außerhalb Deutschlands und Frankreichs teilgenommen haben.

 

carnets de recherche


Zum Blog

 

Germano-Fil und Franco-Fil

Die gemeinsam vom CIERA und dem Deutschen Historischen Institut Paris betreuten Blogs Germano-Fil und ranco-Fil widmen sich methodologischen Fragen der Informationssuche in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Anhand von Erfahrungsberichten und anderen Feedbacks tragen junge Forscherinnen und Forscher zum deutsch-französischen Erfahrungsaustausch auf diesem Gebiet bei.

Germano-Fil fasst Informationen und praktische Hinweise zu wissenschaftlichen Ressourcen in Deutschland zusammen.

germano-fil


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Franco-Fil fasst Informationen und praktische Hinweise zu wissenschaftlichen Ressourcen in Frankreich zusammen.

franco-fil


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Unsere Angebote für Wissenschaftskommunikation

Innovative Formate zur Kommunikation Ihrer Forschungsergebnisse

Das CIERA bietet eine Reihe von Formaten, die Ihre Forschungsarbeit innerhalb der Forschergemeinschaft, unter Studierenden und in der breiteren Öffentlichkeit zur Geltung bringen können. Das Zentrum beteiligt sich an der Veröffentlichung von Berichten, Aufsätzen und Büchern. Über seine sozialen Netzwerke und eine spezifische Videoreihe fördert das CIERA auch die Popularisierung von wissenschaftlicher Forschung.

DIE KOMMUNIKATIONSANGEBOTE

  • Die Zeitschrift der Nachwuchsforschung Trajectoires: Sie steht allen Nachwuchsforschenden des CIERA zur Verfügung, die die Ergebnisse einer interdisziplinären deutsch-französischen Tagung, eine Zusammenfassung ihrer Dissertation oder einen Aufsatz veröffentlichen möchten.
  • Die Buchreihe Dialogiques: Sie ist Teil der vom Verlag der Fondation Maison des sciences de l’homme herausgegebenen „Bibliothèque allemande“. In dieser Reihe erscheinen Arbeiten zu deutschen und deutsch-französischen Themen.
  • Der Dissertationspreis „Michael Werner“: Er wird aller zwei Jahre unter allen im CIERA eingeschriebenen Promovierenden ausgeschrieben. Die preisgekrönte Dissertation wird in der Buchreihe Dialogiques veröffentlicht.
  • Les carnets de recherche du CIERA: Dieses Blog ist die ideale Publikationsplattform für Berichte über Veranstaltungen, die vom CIERA gefördert wurden.
  • Germano-Fil und Franco-Fil: Diese beiden vom CIERA und dem Deutschen Historischen Institut Paris betreuten Blogs enthalten Erfahrungsberichte zur wissenschaftlichen Recherche und Dokumentenbeschaffung in Deutschland und Frankreich. Das Blog Germano-Fil wartet auf Ihre Einsichten!
  • Instantanés: Diese von den Mitgliedern der CIERA-Gemeinschaft gestaltete Videoreihe setzt deren Forschungsarbeit außerhalb des üblichen Rahmens und für ein breiteres Publikum in ein anderes Licht.

Darüber hinaus ist das CIERA auf den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und LinkedIn präsent, um aktuelle Informationen seiner Mitglieder innerhalb der Community zu teilen. Folgen Sie uns und teilen Sie!

Forschung

DAS CIERA FÖRDERT DIE WISSENSCHAFTLICHE KOOPERATION ZWISCHEN FRANKREICH UND DEM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM.


Unser wissenschaftliches Programm bietet vielschichtige Möglichkeiten zur Unterstützung Ihrer Forschungsprojekte. Dabei richtet es sich sowohl an Nachwuchsforschende als auch an erfahrene Forschende.

FORSCHUNGS- UND BILDUNGSPROGRAMME

Nährboden für transnationale Projekte

In den Zwischenräumen der bereits bestehenden umfangreichen Finanzierungsmöglichkeiten unterstützt das CIERA Forschungsprojekte, die neue wissenschaftliche Kooperationen zwischen Deutschland und Frankreich realisieren. Diese Programme sind ohne komplizierte Bewerbungsmodalitäten zugänglich und erstrecken sich über eine Laufzeit von zwei Jahren. Sie kombinieren verschiedene Veranstaltungsarten (Seminare, Kolloquien etc.) und beziehen die Nachwuchsforschenden aktiv in ihre Realisierung mit ein.

 JUNIORKONFERENZEN

Ein Mittel der Professionalisierung für Nachwuchsforschende

Das CIERA bietet Promovierenden und Postdocs finanzielle, pädagogische sowie logistische Unterstützung für die Organisation einer wissenschaftlichen Konferenz. Dadurch sollen Nachwuchsforschende die Gelegenheit bekommen,  ihre eigenen wissenschaftlichen Ambitionen zur Geltung zu bringen.

CIERA  "HORS LES MURS"

Forschende richten sich an eine breitere Öffentlichkeit

Das CIERA wird auch außerhalb der akademischen Mauern tätig und richtet sich mit Vortragsreihen und Gesprächsrunden mit Bezug auf das aktuelle Geschehen an ein breiteres Publikum. Die Konferenzen des „CIERA hors les murs“ finden das ganze Jahr über in Paris, Lyon und Straßburg statt und werden mit Partnern aus dem wissenschaftlichen, künstlerischen oder kulturellen Leben und in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsinstitutionen organisiert.

SOMMERSCHULEN

Ein Ort des Austauschs und der Reflexion unter Nachwuchsforschenden

Die Sommerschulen des CIERA finden seit vielen Jahren in Moulin d’Andé in der Normandie statt. Sie verfolgen eine interdisziplinäre, deutsch-französische Vorgehensweise rund um ein gemeinsames Thema und richten sich an Nachwuchsforschende der Geistes- und Sozialwissenschaften, die ihre Arbeit durch die Blickwinkel anderer Promovierender sowie bereits bewährten Forschenden bereichern möchten.

VERANSTALTUNGEN DES NETZWERKES DER DAAD-AUSLANDSZENTREN

Möglichkeiten der Internationalisierung seiner Laufbahn

Das CIERA ist in das weltweite Netzwerk der DAAD-Zentren für Deutschland- und Europastudien integriert. Dadurch profitieren im CIERA registrierte Promovierende und Forschende von den Sommerschulen, Forschungsworkshops, internationalen Kolloquien und weiteren Programmen, die von den DAAD-Zentren in Europa, Amerika und Asien angeboten werden.

Videos

Entdecken Sie Franco-FilVideos sind als Kommunikationsmittel für die Forschergemeinschaft des CIERA nicht mehr wegzudenken. Sie sind auf dem YouTube-Kanal des CIERA zu finden und dienen dazu, eine Forschungsarbeit, einen Themenschwerpunkt, eine Veröffentlichung usw. auf andere Art und Weise einem anderen Publikum zugänglich zu machen.

Entstehungsgeschichte

DIE GRÜNDUNG DES CIERA BERUHT AUF EINER POLITISCHEN ENTSCHEIDUNG AUF HÖCHSTER EBENE.

Im Bereich der deutsch-französischen Zusammenarbeit ist dies oft der Fall – und gerade durch diesen besonderen institutionellen Einsatz konnte das CIERA zu einem außerordentlichen Ort internationaler Zusammenarbeit werden.
Im September 1997 unterzeichneten die französischen und deutschen Staats- und Regierungschefs in Weimar eine Erklärung, die zu der Gründung eines Zusammenschlusses aufrief. Das Ziel war die Strukturierung und Internationalisierung der Ausbildungs- und Forschungsprogramme in den Geistes- und Sozialwissenschaften. „[D]as Verständnis für die aktuellen Entwicklungen im Partnerland [soll] vertieft werden. Diesem Ziel wird die bevorstehende Gründung eines Zentrums für Deutschlandstudien in Frankreich dienen, das fächerübergreifend künftige Deutschlandexperten ausbilden soll.“

In diesem Bewusstsein wurde im Dezember 2001 eine öffentliche Interessenvereinigung (groupement d’intérêt public – GIP) ins Leben gerufen: das Centre interdisciplinaire d'études et de recherches sur l'Allemagne (CIERA), das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), seinen 13 Mitgliedsinstitutionen und dem französischen Ministerium für Forschung (MESRI) gefördert wird.
Seitdem hat sich das CIERA weiterentwickelt. 2005 hat es seine aktuellen Räumlichkeiten in der Maison de la recherche der Universität Sorbonne bezogen. Zusätzliche Institutionen haben sich der Vereinigung der Mitgliedsinstitutionen angeschlossen, die heute dreizehn der renommiertesten französischen Hochschul- und Forschungseinrichtungen einschließt. Auch wenn sich seine Programme ständig neuen Bedürfnissen anpassen, bleibt sein wesentliches Anliegen unverändert.

Sein großer Erfolg beruht zudem auf der Beständigkeit und dem Einfallsreichtum derjenigen, die maßgeblich zur Gründung und Konsolidierung des CIERA beigetragen haben: Michael Werner, sein Gründer und erster Direktor, René Lasserre, sein erster Präsident, und Nathalie Faure, seine Generalsekretärin. 2015 übergaben die beiden ersten den Staffelstab an Christophe Duhamelle, den derzeitigen Direktor, und Hélène Miard-Delacroix, die amtierende Präsidentin. Als freundschaftlichen Gruß an seine Gründerväter benannte das CIERA die Praktikumsstipendien „René-Lasserre-Stipendien“ und den Dissertationspreis „Michael-Werner-Preis“ nach ihnen.
Da es seinen Nutzen unter Beweis gestellt hat, erneuerten die Mitglieder des GIP 2015 ein weiteres Mal die Vereinbarung ihres Zusammenschlusses und auch der DAAD bekräftigte seine Unterstützung – die Geschichte des CIERA geht also weiter!