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Eine Pragmatik der Handlungsfreiheit: Theatrales Handeln als Möglichkeit und Wirklichkeit bei Stendhal, Gide und Sartre

Klassikern der französischen Literatur, Julien Sorel aus Stendhals Le Rouge et le Noir (1830), Bernard Profi tendieu und Édouard Molinier aus Andre Gides Les Faux-Monnayeurs (1925) und Poulou, wie sich Jean-Paul Sartre in seiner Autobiographie Les Mots (1964) nennt, die Welt ihren Vorstellungen gemäß schöpferisch zu verändern. Dabei nehmen sich die Protagonisten als Rollenspieler und die Welt, in der sie leben, als Theater wahr, in dem sie verschiedene und oft widersprüchliche Rollenvorstellungen unter den jeweiligen sozialen Umständen zu realisieren versuchen. An der Schnittstelle zwischen Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Soziologie und Philosophie werden die widersprüchlichen Handlungsimpulse der Selbstinszenierung zwischen Normativität und Emanzipation untersucht und die Momente herausgearbeitet, in denen eine Veränderung der Wirklichkeit möglich ist und wirklich wird. Dabei wird ein Modell theatralen Handelns entwickelt, das zum Ziel hat, auch auf andere literarische Texte und reale soziale Situationen anwendbar zu sein: Insofern versteht sich diese Arbeit als Pragmatik der Handlungsfreiheit, die sich auf die Forschungsergebnisse des DFG-Forschungskollegs Theatralität wie auch insbesondere die Schriften von Goffman, Plessner, Sartre und Merleau-Ponty stützt. Die Autorin Hanna Klimpe studierte Französisch, Philosophie, Journalistik und Kommunikationswissenschaften in Hamburg und Bordeaux. Seit 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HAW Hamburg an der Fakultät Design, Medien und Information.

Hanna Klimpe
Eine Pragmatik der Handlungsfreiheit: Theatrales Handeln als Möglichkeit und Wirklichkeit bei Stendhal, Gide und Sartre
Würzburg, Königshausen & Neumann, 2016
ISBN: 978-3-8260-6001-4

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