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Europa 10 Jahre nach der EU-Osterweiterung. Zusammenwachsen Europas und Auseinandergehen der Europäer?

Das Weimarer Dreieck in Europa Deutsch-­‐französisch-­‐polnische Sommerschule 2014

Thema

Im 2014 feiert man in Europa bedeutende Jubiläen, an die wir anknüpfen wollen: den 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs, den 25. Jahrestag der polnischen Juni-­‐ Wahlen 1989 und den 10. Jahrestag der EU-­‐Erweiterung. Die Wahlen vom 4. Juni – d.h. die Wahl des ersten nicht-­‐kommunistischen Premierministers Tadeusz Mazowiecki – stehen in Polen für die Umwälzungsprozesse Ostmitteleuropas 1989: am 2. Mai baute Ungarn die Grenzzäune zu Österreich ab, am 23. August 1989 – d.h. 50 Jahre nach dem Hitler-­‐Stalin-­‐Pakt – schlossen sich über eine Million Esten, Letten und Litauer in den drei Ländern zu einer menschlichen Kette zusammen, um ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion zu manifestieren, bis Oktober 1989 entwickelten sich aus den Leipziger Montagsdemonstrationen Massenproteste in der ganzen DDR, am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer, am 17. November 1989 begann die sog. „samtene Revolution“ in Prag, im Dezember kam es zum Umsturz in Rumänien. Am 1. Mai 2004 traten Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern der EU bei. Die erwähnten Jubiläen geben guten Anlass dazu, die wirtschaftlichen Transformationsprozesse, vor allem aber die sozial-­‐politischen Umwälzungen in den Ländern Ostmitteleuropas zu dem Bezugsrahmen zu erklären und die Frage nach dem Zusammenwachsen des Ost-­‐ und Westeuropas 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zu stellen. Der Schwerpunkt der Sommerschule 2014 liegt auf Integrations-­‐ und Reintegrations-­‐, wie auch Europäisierungs-­‐ und Renationalisierungsprozesse im „vereinten Europa“. Gerade heute, angesichts der dauerhaften Finanzkrise (und Weltwirtschaftskrisen seit 2007), die als Vertrauenskrise die politischen Integrationsprozesse Europas in Frage stellt, wollen wir uns dem Thema widmen: Wie vereint ist Europa 10 Jahre nach der bisher größten Erweiterung der EU? Die Sommerschule soll interdisziplinär angelegt werden, so dass die Themenschwerpunkte aus diversen Perspektiven (Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte und Kulturwissenschaft) erörtert werden. Darüber hinaus sollen wissenschaftliche Vorträge von praxisorientierten Werkstätten ergänzt und die Themen anhand der von den Teilnehmern präsentierten Fallstudien behandelt werden. Die Schwerpunkte der Sommerschule werden in drei Arbeitsgruppen erarbeitet: - Europa 2014 – Integrations-­‐ und Renationalisierungstendenzen - Nationsdiskurse vs. Europadiskurse von gestern und heute - Die Europäer im Wandel Im Rahmen der einführenden Vorträge und Podiumsdiskussionen bekommen die TeilnehmerInnen Einblicke in verschiedene Facetten der deutsch-­‐polnisch-­‐französischen und europäischen Beziehungen. Das Programm der Sommerschule wird zum späteren Zeitpunkt auf der Website des WBZ einsehbar. Bewerbung und Auswahl Die Sommerschule richtet sich an junge Nachwuchswissenschaftler/innen (Masterstudenten/innen, Doktoranden/innen) aus allen DAAD-­‐Zentren und Partnerorganisationen, die sich mit unterschiedlichen Dimensionen der polnisch-­‐deutsch-­‐ französischen und europäischen Beziehungen beschäftigen. Bitte schicken Sie die Bewerbungsunterlagen in deutscher Sprache (CV, Motivationsschreiben und kurze Projektbeschreibung (1 A4 Seite)) bis zum 31. März 2014 per E-­‐Mail an (sommerschule@wbz.uni.wroc.pl). Im Motivationsschreiben soll die Wahl des Schwerpunktthemas kurz begründet werden. Die Auswahl der TeilnehmerInnen wird von einem wissenschaftlichen Beirat der Sommerschule aufgrund der schriftlichen Bewerbungen getroffen. Kosten Die Sommerschule wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert. Die Aufenthalts-­‐ und Programmkosten werden aus diesen Mitteln von den Organisatoren übernommen. Eine Teilnahmegebühr fällt nicht an. Die Reisekosten werden nach dem Bundesreisekostengesetz für Fahrten 2. Klasse bzw. Flüge economy class unter Ausnutzung von Spartarifen und gegen Vorlage der Originalbelege im Anschluss an die Sommerschule erstattet.

Organisationskomitee

Prof. Dr. Paweł Karolewski, Dr. Elżbieta Opiłowska, Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz, Dr. Monika Sus, Dr. Dariusz Wojtaszyn, Prof. Dr. Marek Zybura und Agnieszka Kapuściarek (Willy Brandt Zentrum Wrocław) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Martin Aust (LMU München) und Prof. Dr. Michael Werner (CIERA, Paris).

Organisatoren

Willy Brandt Zentrum für Deutschland-­‐ und Europastudien der Universität Wrocław, in Zusammenarbeit mit dem Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne (CIERA) und der Abteilung Geschichte Osteuropas des Historischen Seminars und Deutsch-­‐polnisches Promotionskolleg Deutschland und Polen im modernen Europa an der Ludwig-­‐Maximilians-­‐Universität München mit Unterstützung des DAAD

Datum

22. – 29. Juni 2014

Bewerbungsfrist

31. März 2014

Ort

Wrocław/Breslau, Polen

Arbeitssprache

Deutsch

Teilnehmerzahl

30 Masterstudierende und Doktoranden

Kontakt

Willy Brandt Zentrum für Deutschland-­‐ und Europastudien der Universität Wrocław Ul. Strażnicza 1-­‐3 PL-­‐50-­‐206 Wrocław Tel.: 48-­‐71-­‐375 95 01 Fax: 48-­‐71-­‐327 93 61 E-­‐Mail: (sommerschule@wbz.uni.wroc.pl) http://www.wbz.uni.wroc.pl (http://www.wbz.uni.wroc.pl)

Datum

22/06/2014 to 29/06/2014

Bewerbungsfrist

30/03/2014

Mitgliedseinrichtungen des CIERA

Mit Unterstützung von

Centre interdisciplinaire d'études et de recherches sur l'Allemagne (CIERA) - Maison de la Recherche - 28 rue Serpente - 75006 Paris - Téléphone : 01 53 10 57 36
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