CONTACT . LETTRE D'INFO . PLAN DU SITE . MENTIONS LEGALES .
Actualités de la recherche ~ Agenda ~
Rechercher sur le site du CIERA :


Avec le soutien du :

et du :
Hébergement et conseils :

 Deutschland in einer globalen Welt

Doktorandenkonferenz der weltweiten DAAD-Deutschlandzentren


colloque 12/06/2007  - 15/06/2007
Délai : 15/04/2007

Duitsland Instituut Amsterdam, 12.6. bis 15.6.2007

(Anreise bereits am 11.6 möglich)

Das Duitsland Instituut Amsterdam lädt Doktorand/innen aller Disziplinen ein zur Teilnahme an einer internationalen Doktorandenkonferenz zur Position Deutschlands in einer globalen Welt.

Problemstellung :

Der Prozess der Globalisierung verändert nicht nur die politischen, ökonomischen und kulturellen Beziehungen zwischen den verschiedenen Teilen der Welt und ihren Bewohnern, sondern auch das Bild, das wir von unserer heutigen Welt und ihrer Geschichte haben. Viele der großen Transformationen der vergangenen Jahrzehnte, von der Dekolonisation und der Auflösung der bipolaren Welt bis zur Konjunktur religiöser Fundamentalismen und den technologischen Revolutionen der jüngsten Vergangenheit, sind in diesem Kontext zu sehen. Die in der Gegenwart rasant zunehmende Verflechtung von Gesellschaften und Kulturen öffnet auch den Blick auf deren vielfältige Berührungen in der Vergangenheit, die als wesentlichen Voraussetzungen dafür gelten müssen, was wir heute als „Globalisierung“ erleben. Die Globalisierung zeigt sich dabei als ein höchst widersprüchlicher Prozess. Während auf der einen Seite die Bedeutung der Nationalstaaten und der nationalen Grenzen immer geringer zu werden scheinen, entstehen neue Nationalismen oder kehren alte, überwunden geglaubte zurück, und es werden neue politische, kulturelle und ideologische Grenzen errichtet.

Die Globalisierung beeinflusst nicht nur das Verhältnis zwischen den Gesellschaften und Kulturen, sondern auch deren jeweilige innere Strukturen. Dies ist für die alten Industriestaaten des Nordens nicht weniger der Fall als für die von Hunger und Elend heimgesuchten Länder Afrikas oder die dynamischen Ökonomien Asiens. Auch Deutschland ist in vielerlei Hinsicht von diesem Prozess betroffen. Nicht nur muss das (immer noch) neue Deutschland seine Rolle in einem sich neu formierenden internationalen Staatengefüge neu bestimmen. Auch die ökonomischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen der Globalisierung sind in Deutschland deutlich zu spüren. Dies betrifft die gesellschaftlichen Beziehungen auf allen Ebenen : politische Herrschaftsverhältnisse ebenso wie Arbeitsverhältnisse, das Verhältnis der Geschlechter ebenso wie dasjenige der sozialen Schichten oder ethnischen und kulturellen Gemeinschaften. Die Globalisierung beeinflusst das Leben und das Denken der Menschen sowohl auf der staatlichen, als auch auf der lokalen und privaten Ebene. Nicht zuletzt hat dieser Prozess nachhaltige Konsequenzen für die Identitätsvorstellungen der Gesellschaft, der gesellschaftlichen Gruppen und der Individuen.

An der Konferenz werden Doktorandinnen und Doktoranden aus den vom DAAD geförderten Deutschland- und Europazentren in Europa, Nordamerika und Asien teilnehmen. Sie soll die Möglichkeit zum internationalen wissenschaftlichen Austausch und zur Diskussion der Projekte mit renommierten Fachwissenschaftler/innen bieten. Dabei soll sowohl die Dimension der gesellschaftspolitischen Globalisierung, also auch diejenige der wissenschaftstheoretischen Transnationalisierung in den Blick genommen und beides miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die Präsentationen können sich mit allen Aspekten des Globalisierungprozesses (historisch, politisch, soziologisch …) auseinandersetzen, sofern sie einen Bezug zur Situation Deutschlands in diesem Prozess erkennen lassen.

Aus gesellschaftspolitischer Perspektive sind unter anderem folgende Fragen von Interesse :

Aus wissenschaftstheoretischer Perspektive wird sich die Konferenz unter anderem mit folgenden Themen befassen :

Die Konferenz wird sich in vier thematische Cluster gliedern, die allerdings keine strikten Abgrenzungen und Festlegungen darstellen. Sie dienen lediglich dazu, das sehr komplexe Thema zu strukturieren. Auch Projekte, die sich nicht ohne weiteres in die Cluster einordnen lassen und deren Gegenstand in unserem Fragenkatalog nicht explizit erscheint, jedoch in das Rahmenthema der Konferenz fallen, sind ausdrücklich zur Präsentation eingeladen.

Die vier thematischen Cluster sind : 1. Transnationale Geschichte : Dieser Cluster beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Globalisierung auf die Geschichtsbilder und auf die Geschichtswissenschaft, darüber hinaus aber auch mit dem sich wandelnden Selbstverständnis der Gesellschaft und der Individuen sowie der individuellen, kollektiven und nationalen Aneignung von Geschichte. 2. Globale politische Ökonomie : In diesem Cluster geht es um die Bedeutung der Globalisierung für wirtschaftliche und soziale Strukturen auf allen gesellschaftlichen Ebenen, sowie deren Verflechtungen mit politischen, kulturellen und ideologischen Prozessen. 3. Literaturen, Kulturen und Identitäten : Dieser Cluster umfasst das weite Feld der kulturellen Repräsentationen und Auswirkungen der Globalisierung, einschließlich der Wahrnehmung der Globalisierung und der damit verbundenen Veränderungen durch die Individuen und die Reaktionen darauf. 4. Neue internationale Politik : In diesem Cluster werden die lokalen, regionalen und globalen Governance-Strukturen, insbesondere das Verhältnis von Globalisierung und Europäisierung, sowie das Beziehungen von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren thematisiert.

Vorgesehene Keynote Speaker u.a. :

Immanuel Wallerstein (Yale University)
Michael Geyer (University of Chicago)
Jürgen Kocka (Freie Universität Berlin)
Kurt Hübner (University of British Columbia, Vancouver)
Myra Marx Ferree (University of Wisconsin-Madison)
Michael Werner (Ecole des hautes etudes en sciences socials Paris)

Teilnahmebedingungen :

Die Konferenz findet statt vom Dienstag, den 12.6.2007 bis zum Freitag, den 15.6.2007. Tagungsort ist das Deutschland Institut Amsterdam. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Für jeden der thematischen Cluster ist ein Konferenztag vorgesehen, der jeweils aus einem Eröffnungs- und einem Abschlussvortrag sowie zwei bis drei Panels besteht. Die Panels werden entsprechend der Anmeldungen und den Interessen der Teilnehmer thematisch zusammengestellt. Sie umfassen zwei bis drei Vorträge sowie einen Kommentar. Am Ende der Konferenz wird außerdem ein Roundtable organisiert zum Thema : „Was können Deutschland- und Regionalstudien im Zeitalter der Globalisierung noch bedeuten ?“

Das Duitsland Instituut Amsterdam übernimmt für bis zu vier Doktorand/innen aus Frankreich die Kosten für die Tagungsorganisation und die Unterbringung. Die Kosten für die Reise nach Amsterdam werden vom CIERA getragen, sofern die Bewerber/innen im CIERA eingeschrieben sind. Anfallende Verpflegungskosten während der Tagung (außer Mittagsimbiss) sind von den Teilnehmer/innen selbst zu tragen.

Erwartet wird von den Teilnehmer/innen, dass sie sich mit einem Vortrag zum Tagesthema an den wissenschaftlichen Diskussionen beteiligen. Eine Teilnahme ist auch ohne Präsentation möglich, die anfallenden Reise- und Unterbringungskosten müssen in diesem Falle jedoch selbst getragen werden.

Anmeldung :

Interessierte Doktorand/innen schicken bitte

bis zum 15. April 2007 an folgende Adresse :

Falk Bretschneider
CIERA
Maison de la recherche
28 rue Serpente
75006 Paris
bretschneider@ciera.fr


Programme 
Résumé des interventions 
Liste des participants 


Dernière mise à jour : 27 mars 2007